Zu Gast im Schokoladenhaus Rausch
Das Schokoladenhaus Rausch ließ den Club zum Monatstreffen am 5. August hinter die Kulissen schauen. Hochwertiges aus Edelkakao steht im Mittelpunkt des großen Ladengeschäfts mit Deli und Restaurant am Gendarmenmarkt. Gleichzeitig ist Rausch eine Tourismusperle der besonders feinen Art.
Ein Ziel, das sich kein Berlin-Besucher entgehen lassen sollte: Das Schokoladenhaus Rausch in der Charlottenstraße 60 am Eck des Gendarmenmarkts ist seit 1999 ein Traumort für alle, die Schokolade lieben. Aber darüber hinaus steckt das Haus voller Geschichte und Geschichten. Skål International Berlin war eingeladen, sich im buchstäblichen Sinne berauschen zu lassen: nicht nur von tropischen Düften, sondern mit Einblicken direkt in die Patisserie-Herstellung im ersten Stock.
Kathleen Menzel, B2B-Managerin bei Rausch, erklärte den Unterschied dieser Schokolade zu denen vieler Massenmarken: „Unsere Edelkakao hat nichts zu tun mit dem Konsumkakao, der meistens aus Westafrika kommt.“ Rausch betreibt eine Plantage in Costa Rica mit eigener Anbauforschung und lässt sich zudem aus acht anderen Ländern beliefern. Bei diesem Kakao handele es sich „um ein reines Naturprodukt ganz ohne künstliche Aromen“.
Als Confiserie schon 1918 gegründet, baute das Berliner Familienunternehmen vor 45 Jahren den Vorläufer seiner heutigen Fabrik im niedersächsischen Peine. Von dort kommen heute die „Plantagenschokolade“ und andere Manufakturprodukte, und auch dort gibt es ein schönes Café. Wenn es aber um das ganz Feine geht, dann ist Rausch in Berlin immer noch die handwerklich arbeitende „kleine Konditorei“. Amelie Natterer – eine der sieben Konditorinnen und Konditoren am Ort – ließ den Club direkt in die Werkstatt blicken. Zum Empfangssekt reichte sie gerade erst hergestellte Pralinen. Köstlich!
Menzel erzählte von einem weiteren großen Schritt in der Firmengeschichte im Jahr 2015: Damals zog sich Rausch aus den Supermärkten zurück, um sich weitestgehend auf den Direktvertrieb zu beschränken. Auch am Gendarmenmarkt werden Pakete der Online-Bestellungen konfektioniert. „So behalten wir die Kontrolle über unsere Produkte,“ erklärte die Marketing-Spezialistin. „Im Supermarkt steht niemand, der unseren Kunden erklären könnte, wie sehr wir uns von all den anderen Marken unterscheiden.“ Ob sich dieser doch sehr einschneidende Rückzug denn gelohnt habe? „Aber ja“, resümiert Menzel die Erfahrungen damit.
In ihrem Berliner Schokoladenhaus betreibt die Familie Rausch, nun in fünfter Generation, nicht nur das vor Leckereien überquellende Verkaufsgeschäft, sondern auch ein kleines Deli-Lokal ebenfalls im Erdgeschoss, in dem es zudem Konditor-Speiseeis gibt. Im zweiten Stock, über eine Treppe oder mit dem Aufzug zu erreichen, findet sich das Café und Restaurant. Es zählt, so der stellvertretenden Restaurantleiter Herbert Wojtkowski, bisher 78 Plätze, soll aber sehr bald erweitert werde. Die Bauarbeiten sollen bald beginnen und schon Ende August oder Anfang September abgeschlossen sein. Das Café unten mit dem Deli bleiben auch durch die Umbauarbeiten hindurch geöffnet. Unverändert bleiben wird im Restaurant der großartige Ausblick über den Gendarmenmarkt und ein Modell der Titanic ganz aus Schokolade.
Wer sich etwas Zeit nimmt, entdeckt bei Rausch noch weitere Skulpturen aus Schokolade. Mit dabei auch Modelle vom Reichstag und der Siegessäule. Das Brandenburger Tor wiegt hier 500 Kilogramm.
Im Gespräch wurde schnell deutlich, dass Rausch und Skål mehr als nur der Tourismus verbindet. „Wir teilen dieselben Werte“, fand Kathleen Menzel und betonte dabei die Bekenntnisse zur Nachhaltigkeit und zur sozialen Verantwortung.
Das Monatstreffen fand seinen Ausklang im Außenbereich des Restaurants Hugo & Notte im Französischen Dom am Gendarmenplatz. Auch hier stand Qualität ganz im Vordergrund – bei den Speisen wie auch bei Service.
Der Club genoss einen rundum schönen Hochsommerabend in Berlin. Ein großes Dankeschön an das Schokoladenhaus Rausch und an das Hugo & Notte.
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